Werbung = Verbraucherinformation?

Geht es um alternative Bezeichnungen für Werbung oder Reklame, wird oft von „Verbrauchertipps“ oder „Verbraucherinformationen“ gesprochen. Das ist sicher nicht völlig falsch, allerdings kann man nicht von neutralen, vergleichend recherchierten Informationen sprechen, da die Werbung natürlich nur aus der positiven Sicht des Anbieters oder Verkäufers aufgebaut ist.

Es finden sich jedoch zunehmend echte Einkaufstipps, von Testern oder Journalisten verfasst, daher weitgehend neutral und deshalb tatsächlich oft hilfreich und empfehlenswert.

Buch, Zeitschrift, App oder Internetseite, dem Verbraucher stehen viele Informationsquellen offen. Wer zum Einkaufsbummel lieber durch das Internet surft als durch die Fußgängerzone zu schlendern, für den ist ein Buch natürlich unpraktischer als die im Hintergrund geöffnete Website des Info-Portals. Beim Stadtbummel hingegen paßt entweder ein hilfreiches Büchlein in die Handtasche oder man bedient sich der App auf dem Smartphone, die mittels Online-Verbindung die aktuellsten Informationen zum Produkt liefert.

Für größere Anschaffungen oder solche, die länger geplant sind, empfiehlt sich natürlich der große Vergleich, also der Konsum von Werbung, das Lesen von Erfahrungsberichten anderer Verbraucher und Testergebnissen von Experten, das Abwägen der Vor- und Nachteile wenn es vergleichbare Produkte gibt sowie schließlich der Preisvergleich der verschiedenen Anbieter. Kunden, die sich vor dem Kauf so umfassend informiert haben, sind dann meist auch zufriedene Kunden, die das erworbene Produkt nicht gleich am nächsten Tag wieder umtauschen- es sei denn, es ist fehlerhaft.

Vielseitige und weitreichende Verbraucherinformation ist also nicht nur im Sinne des Kunden, sondern dient auch dem Händler.